Therapeutisches
Reiten

Klaus
Pavel: Helfen ist selbstverständlich
CHIO Aachen: Aktion "Glücks-Bringer" unterstützt
das Therapeutische Reiten
Beim Weltfest
des Pferdesports, CHIO Aachen, ist jedes Jahr mehr als nur
die internationale Elite des Pferdesports am Start: Der Aachen-Laurensberger
Rennverein e.V. (ALRV) lädt auch immer wieder Vertreter
des Therapeutischen Reitens und des Behindertensports auf
sein Turniergelände ein, um diesen Therapieformen eine
Plattform zu bieten - vor Journalisten und Besuchern aus aller
Welt. Auch 2009 werden beim CHIO zahlreiche Benefiz-Aktionen
unter dem Motto "Glücks-Bringer" organisiert.
Eine Kooperation von ALRV, dem Deutschen Kuratorium für
Therapeutisches Reiten (DKThR) und dem Förderkreis Behindertensport
e.V. "Für uns ist es selbstverständlich, dass
wir helfen, wo wir nur können", sagt ALRV-Präsident
Klaus Pavel. "Das Therapeutische Reiten und der Behindertensport
liegen uns seit Jahren am Herzen." Beim Therapeutischen
Reiten wird die lindernde, heilende und vorbeugende Wirkung
des Pferdes auf den Menschen genutzt: Ob bei Problemen mit
der Motorik und der Wahrnehmung, bei Kommunikations- oder
Kontaktschwierigkeiten, bei Depressionen oder einer Behinderung.
"Es ist ein Wunder: Das Pferd weiß
nicht nur, wie es eine Behinderung ausgleicht. Man spürt:
Das Pferd möchte es auch unbedingt." Hannelore Brenner
war Weltmeisterin, mehrfache Europameisterin und ist amtierende
Deutsche Meisterin. In der Dressur, im Behindertensport. Ein
Sturz vom Pferd zerstörte vor Jahren einen Lendenwirbel,
Krücken sind seither ihre ständigen Begleiter. "Aber
ich habe noch einmal Glück gehabt. Ich hätte komplett
querschnittsgelähmt oder sogar tot sein können."
Durch ihr Pferd fand sie zurück in den Sport, wechselte
von der Vielseitigkeit in die Dressur. Und gewann Titel um
Titel - auch wenn "ich im unteren Bereich des Körpers
praktisch keine Muskulatur mehr aufbauen kann".
Woran es beim Therapeutischen Reiten und im
Behindertensport besonders mangelt, ist das Geld. Bundeskanzlerin
Angela Merkel konnte mittlerweile als Schirmherrin des Förderkreises
Behindertensport e.V. gewonnen werden, beim CHIO Aachen werden
natürlich auch Spenden gesammelt - beim traditionellen
Gottesdienst und überall auf dem Turniergelände.
Mehrere zehntausend Euro kamen so schon bei der Zusammenarbeit
in den vergangenen Jahren zusammen - allein bei der Charity-Aktion
während der Reit-WM Aachen 2006 weitere 80.000 Euro.
Regelmäßig können die Besucher des Soerser
Sonntags außerdem auf dem Abreiteplatz Springen ein
abwechslungsreiches Schauprogramm von Aachener Therapiehöfen
erleben. Während der gesamten Turnierwoche informiert
das DKThR auch traditionenell an einem Stand über die
Hintergründe des Therapeutischen Reitens und des Behinderten-Reitsports.
"Es ist großartig, dass der ALRV
bei seinen Turnieren auch an die Interessen benachteiligter
Menschen denkt", freut sich die Vorsitzende des Förderkreises
Behindertensport e.V. Gerda Pleitgen. Und die DKThR-Vorsitzende
Cornelia von Rüxleben-Plöger ergänzt. "Der
CHIO Aachen ist für Menschen mit einem Handicap eine
Wahnsinns-Plattform. Hier können sie zeigen, was alles
in ihnen steckt."
Auch abseits des CHIO setzt sich der ALRV
für das Therapeutische Reiten ein: "Sei es, dass wir
einer Therapiegruppe einmal ein Pony kaufen oder eine Einrichtung
- wie beim Aachener Kohlshof geschehen - beim Bau einer Reithalle
unterstützen", erklärt Klaus Pavel. "Wir
wollen einfach denjenigen helfen, die bislang nicht so viel
Glück in ihrem Leben hatten."
Mehr zum Therapeutischen Reiten:
Deutsches
Kuratorium für Therapeutisches Reiten
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